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Vergewaltigung als Mittel im Krieg

Vergewaltigung als Mittel im Krieg

15.05.2015 12:24

Ein Bericht im Guardian hat mich auf Tiefste erschüttert. Danach sind Männer ebenso stark betroffen wie Frauen als Opfer sexueller gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen.


http://www.theguardian.com/society/2011/...the-rape-of-men

Der Artikel ist aus dem Jahr 2011, aber ich fand ihn erst heute.

Auch ich beklage immer wieder die entsetzlichen Fälle von Massenvergewaltigungen von Frauen durch Soldaten. Unbestritten ist wohl eins: Männer sind die Vergewaltiger. Unbestritten ist wahrscheinlich ebenso: Vergewaltigungen sind Mittel der Unterdrückung, der Demoralisierung.

Was ich mir nicht vorstellen konnte oder was mir eventuell erst gar nicht in den Sinn kam: wenn Frauen nicht aus purer Lust in Kriegen vergewaltigt werden, sondern wenn Vergewaltigung Mittel der Unterdrückung, der innerlichen Zerstörung ist, warum sollte sie "nur" Frauen treffen? Warum nicht auch Männer? Vielleicht sogar noch effektiver bei männlichen Opfern sein?

Gerade in Afrika und in Teilen der muslimischen Welt gelten Homosexuelle als krank, minderwertig, wird Homosexualität sogar teilweise gesetzlich verfolgt. Wie also zeigt man einem Mann besser, was man von ihm hält, wo sein Platz ist, zerstört man seine Persönlichkeit am besten wenn nicht durch Vergewaltigung? Was mag noch entwürdigender möglich sein?

Verstehen können wahrscheinlich weder Frauen noch Männer, wie tief jemand sinken kann, um einem andern Menschen das anzutun, um zum Täter zu werden. Wie bitte kann es zwangshaft zu einer Erektion kommen, um eben überhaupt vergewaltigen zu können? Ich denke, es zeichnet uns aus, dass wir uns das nicht einmal vorstellen können!

Aber es muss sich etwas ändern, es muss öffentlicher werden, den Opfern muss eine Möglichkeit gegeben werden, gehört zu werden, sich öffentlich dazu bekennen zu können, was einem angetan wurde. Dies muss unabhängig vom Geschlecht sein. Die Änderung muss in den Köpfen der Politikern, der Richter, der Gesellschaft allgemein stattfinden und das muss schnell geschehen. Wie erbärmlich ist es, dass ein Mann, der über Wochen/Monate vergewaltigt wurde, sich endlich wagt einem Arzt anzuvertrauen, ihm dann ein Präparat ähnlich wie Paracetamol ausgehändigt wird?

Auch ich muss undenken, erkennen wie beschränkt meine bisherige Wahrnehmung war.

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  • Erstellt von Het Heksje In der Kategorie Allgemein am 15.05.2015 12:24:00 Uhr

    zuletzt bearbeitet: 15.05.2015 12:24
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