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Jahr 1 nach Ferguson

Jahr 1 nach Ferguson

10.08.2015 08:09

Auf den Tag genau ein Jahr nachdem der unbewaffnete 18-jährige Michael Brown in Ferguson von einem weissen Polizisten ermordet wurde, starb in einem Vorort von Dallas der gleichfalls unbewaffnete 19-jährige Student Christian Taylor während einer *Auseinandersetzung* mit Polizeibeamten, es habe einen Schusswechsel gegeben, so ein Polizeisprecher- Schusswechsel impliziert für mich das Vorahndensein von Waffen auf beiden Seiten, Taylor jedoch hatte keine...er war mit seinem Wagen in das Schaufenster eines Autohauses gefahren, in der von -Seiten der Polizei unterstellten Absicht, dieses auszurauben- japp, genauso *unauffällig* macht man das wohl, wenn man eine Firma beklauen will....

Welch ein Armutszeugnis für die us-amerikanische Polizei und zugleich die Justiz, die ganz vereinzelt gegen einen der 24 Schwarzen-Killer in Polizeiuniform seit Ferguson Anklage erhoben hat.

Neben der Hautfarbe haben die Opfer der gegen Schwarze gerichteten, unsägichen Gewaltexzesse einen gemeinsamen Faktor- kein einziges der Opfer war bewaffnet und meist waren geringfügige *Vergehen*, bzw. Lappalien Auslöser der Ereignisse.

Obwohl seit Ferguson die (Welt-)Öffentlichkeit diese Vorkommnisse wahr nimmt und völlig zurecht verurteilt, ist aus meiner Sicht nicht erkennbar, dass es in den USA ernsthafte Bestrebungen gibt, der vielerorts verbreiteten rassistisch motiviertenTötungsbereitschaft weisser Polizisten durch Aufklärung, eine verbesserte Ausbildung angehender Cops sowie die Erweiterung der entsprechenden Lehrinhalte um Lektionen in Psychologie und Gewaltprävention/ Deeskalation entgegen zu wirken. Ein weiterer gravierender Aspekt scheint mir die verkrustete Denkweise zu sein, Schwarze unter eine Art Generalverdacht zu stellen.

Dass die Verbrechensrate unter der schwarzen Bevölerung in einigen Städten besonders hoch ist, ist ein selbstgemachtes geselltschaftliches Problem der USA, an dem auch ein schwarzer Präsident nichts ändert.
Dazu bedürfte es eines eher langfristigen Umdenkprozesses, in erster Linie liegt die Verantwortung für die Beendigung der makaberen Serie in den Händen von Polizeii und Justiz- dazu muss wohl der Druck von aussen noch viel massiver werden.

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